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Archiv Januar 2020 |
29. Januar 2020 Die Rote Armee und Auschwitz
Die Badische Zeitung
schrieb am 27. Januar in der Unterüberschrift auf Seite 1: "Vor 75
Jahren befreite die Rote Armee das deutsche Konzentrationslager
Auschwitz-Birkenau". So oder ähnlich berichteten fast alle Medien. Die
Rote Armee, die nur noch wenige kennen, wird hier als Befreier
hingestellt. Mit dem Eintreffen der Roten Armee endete tatsächlich das
Leiden der im KZ in Auschwitz inhaftierten Juden, für Unzählige kam die
Vertreibung der SS-Mannschaft des KZs leider zu spät. Doch ist das
Geschehen am 27. Januar 1945 nur ein kleines Steinchen in einem großen
Mosaik. |
27. Jänner 2020 Dr Steimeier in Yad Vashem
Wänn hesch Dü s letscht
Mol e Bolitiker sähne bätte, no drzue am Afang vun ere Red? Un no drzue
e Sozialdemokrat? Ender goht doch e Kamel dur e Nodleohr wiä ass
hochgestellti Sozis unser chrischtlige Gott ariäfe, wu mit em Jesus
Chrischtus un em Heilige Geischt e Dreieinigkeit bildet. Nai, mer
richtet sich zwar nit uffe gege Gott, mer grift aber d Kirch un s
Chrischtdum alli Dag a, un zwar wit iber s Maß nüs, wiä sis verdiäne.
Mer versuecht, d Kirch sturmrif z schiäße und hets aü fascht scho
gschafft; viil Pfarrer bredige afange wiä Griäni un Roti un nit wiä
Verkinder vum Jesus Chrischtus.
Worterkärungen: sähne bätte
- beten gesehen; ender - eher; diämol - kürzlich;
Nodleohr - Nadelöhr;
afange - inzwischen
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24. Januar 2020 22.000 Opfer im KZ Struthof? In vielen badischen, Pfälzer, hessischen Schulen ist ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass fester Programmpunkt für die achte, neunte oder zehnte Klasse. Die aufwändige Fahrt nach Auschwitz (Oswiecim) wird – wie in Breisach – nur für Freiwillige organisiert, doch mit dem Struthof kann den Kindern und Jugendlichen auch hier in der Nachbarschaft ein Ort deutscher Schuld präsentiert werden. Neben Schulklassen werden auch kirchliche und andere Jugendgruppen aus Südwestdeutschland und darüber hinaus ins ehemalige KZ in den Vogesen geführt, daneben kommen auch viele französische Gruppen. Immer wieder berichteten und berichten Artikel in der Badischen Zeitung und anderen Blättern, dass auf dem Struthof 20 bis 22 Tausend Deportierte umgekommen seien, so zuletzt die Beilage „Freiburger Stadteile“ der Badischen vom 20. 12. 2019. Stimmt das? Ich selbst besuchte den Gedenkort 2011. Das dort erhältliche deutschsprachige Faltblatt des „Centre européen du résistant déporté“ legte bei raschem Überschauen ebenfalls nahe, dass dort 52.000 Häftlinge gearbeitet haben und 22.000 umgekommen seien. Diese Zahlen erschienen mir unglaublich. In den auf dem Lagergelände befindlichen Baracken ist eine Ausstellung aufgebaut; Zeichnungen von Häftlingen zeigen, wie ihre Leidensgenossen von SS-Leuten bei der Arbeit furchtbar misshandelt werden. Ich sah mir dann die französischsprachigen Texte auf den Tafeln sehr genau an. Dort fand ich im „Kleingedruckten“ die genaue Aufschlüsselung der Opferzahl: Danach starben im Lager, dessen Gelände den jungen Besuchern gezeigt wird, über 3.000 Menschen, aber keine 22.000. Dem Hauptlager Struthof bei Natzweiler waren aber 70 Außenlager administrativ angegliedert, die sich vor allem in Württemberg und Hessen befanden, einige auch in Lothringen, im Elsass und in Baden. Auf dieses gesamte Lagersystem einschließlich dem Struthof bezieht sich die in der Ausstellung und in der Literatur angegebene Zahl von 52.000 Häftlingen und die Opferzahl von 22.000. Die 3.000 Menschen, die nach diesen Angaben an Hunger, Kälte, Erschöpfung und Gewaltanwendung im KZ Struthof sterben mussten, sind immer noch 3.000 zuviel. Und gerade, weil das so furchtbar und niederschmetternd ist, wäre ein sensibler und wahrhaftiger Umgang mit den Zahlen und Fakten nötig. Warum geschieht das nicht? Der gewöhnliche Journalismus und viele Lehrkräfte wissen sich auf einer antideutschen Welle so sicher, dass sie meinen, gar nicht mehr genau hinschauen zu müssen. Viele passen sich einfach dem Mainstream an. Die deutsche Schuld so finster und gewaltig als möglich zu zeichnen ist politisch gewollt. Ich halte es für richtig, unsere älteren Schüler einmal intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zu konfrontieren und eine Fahrt zum Struthof, im Unterricht wahrheitsgemäß vor- und nachbereitet, könnte dafür geeignet sein. Dann müsste auch die meist verschwiegene Weiterführung des Lagers 1945 bis 1949 durch die Franzosen behandelt werden. Das „Centre Pénitencier de Struthof“ war ein Straflager, in dem tausende Elsässer, Franzosen und Deutsche Zwangsarbeit leisteten – viele dieser Gefangenen waren beim Kriegsende im Elsass als Kollaborateure denunziert worden. Viele von ihnen waren aus der elsässischen autonomistischen Bewegung, die in den 20er und 30er Jahren gegen die Ausradierung der deutschen Kultur im Elsass durch die Franzosen gekämpft hatte. Falsch finde ich unsere jahraus jahrein stattfindende tägliche Berieselung mit der deutschen Schuld in den Medien, in den Schulen, in kulturellen, auch kirchlichen Institutionen, die umso heftiger wird, je länger das verhängnisvolle Geschehen zurückliegt. Die Vermutung, die Martin Walser in seiner Frankfurter Rede äußerte, ist mitnichten abwegig. Er sprach mit Blick auf Auschwitz von einer "Dauerpräsentation unserer Schande". Er glaubte, entdecken zu können, „daß öfter nicht mehr das Gedenken, das Nichtvergessendürfen das Motiv ist, sondern die Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“. Zum französischen Straflager Struthof 1945 - 49 siehe Bernard Wittmann, Die Geschichte des Elsass, Kehl 2007, S. 289ff Siehe auch "Versuchter Rufmord an einer demokratischen Stimme" - ein Prozess um die Wahrheit bezüglich des Struthofs. Dieser Artikel als htm-Datei hier. |
20. Januar 2020 Traktoren mit "Nazi-Bannern"? Bei
einer großen Traktor-Kundgebung auf dem Nürnberger Volksfestplatz am 16.
Januar versammelten sich rund 2500 Traktoren mit ca. 5000 Teilnehmern.
Darunter waren
laut Bayrischem Rundfunk auch zwei Schlepper, an denen "Nazi-Banner"
hingen - das sind nach meiner Rechnung 0,08 Prozent. Verschiedene Medien
rückten diese Nadel im Heuhaufen nun voll in den Vordergrund. Anderen
Berichten und Bildern zufolge waren die zwei Traktoren mit den
angeblich rechtsextremen Symbolen sogar schon vor dem Eintreffen der
Demo da und wurden schon vorher auf dem noch leeren Platz vom
Veranstalter gebeten, die Plakate abzunehmen - das taten die Kerle auch.
Schon hier müssen Fotografen mit von der Partie gewesen sein und die
Bilder geschossen haben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. |
19. Jänner 2020 Üsbruch üs em Giggerli
Ich sitz do am
Kaiserstuehl im geischtige Gfängnis. Rings rum gits numme d Badisch
Zittig un drno lang nyt. Des Monopol isch aber nit total, dr findsch im
Supermärkt oder bim Beck aü d Südditsch, d Frankfurter Allgemeine, d
Zeit un dr Spiägel - diä verzelle aber s Glich wiä d Badisch, wänns um d
EU, d Iiwanderung un d Opposition, also um d AfD usw. goht. Wänn dr do
uf em Land nit ständig witt manipuliärt wäre, muesch in s Internet un
derte ebis anders sueche. Diämol bin i üsbroche un uf miinem Wäg z
Friiburg am Bahnhofskiosk verbii kumme. Un lue do, Worterklärungen: Giggerli - (spaßhaft:) Gefängnis; numme - nur mehr; drno - dann; nyt - nichts; Beck - Bäcker(ei); witt - willst; ebis - etwas; diämol - kürzlich; lue do - schau mal an; suscht amen Ort - sonst irgendwo; miäße ani glämme - hinklemmen müssen; bizzlili - Bisschen; viil leeen sich - viele lassen sich; Minchhüüsemer - Leute aus Münchhausen (dem Stammsitz des Lügenbarons) |
4. Januar 2020 Wie die Medien manipulieren Es sind jetzt neue, ganz unappetitliche Zumutungen von Medien bekannt geworden, nämlich das Oma-Umweltsau-Video des WDR und das Fick-die Polizei-Video des NDR. Solche Extremsendungen nennt man, wenn man auf die Jahre vor 1945 zurückblickt, Propaganda; auch den Journalismus in der DDR nennt man so. Die neuen Zumutungen sind leider nur der Gipfel der Spitze des Eisbergs, im Rumpf des Eiskolosses verbergen sich unzählige gefährlichere, weil weniger plump und offen gemachte Werke der Manipulation. Was heißt Manipulation? Es heißt, dass Menschen durch schwer durchschaubares, geschicktes Vorgehen in den Medien oder sonstwo getrieben werden, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Kinder werden gegen ihre Eltern aufgehetzt wie zuletzt im WDR, die staatlichen Organe werden verteufelt wie zuletzt im NDR, einzelnen Bürgern wird ihr Volk als historisch ewig schuldig miesgemacht, Konservativen werden ihre Politiker als Nazis hingestellt, Alemannen werden mit ihrem wichtigsten Dichter entfremdet und und und. Durch diese Verwirrung und Entzweiung werden die Menschen wehrlos gemacht und die andere Seite kann ihre Vorstellungen durchbringen und ihre Herrschaft errichten. Es handelt sich dabei in den letzten Jahrzehnten um die linksgrüne Herrschaft, deren Chefin seit geraumer Zeit eine CDU-Politikerin ist. Das sind keine grantigen, aber leeren Worte meinerseits. Ich begründe und belege das seit über vierzig Jahren immer wieder. Seit den 80er Jahren versuche ich aufzuzeigen, wie die Medien manipulieren. In meinem Alemannischen Dialekthandbuch veröffentlichte ich 1993 einen Artikel gegen den Südwestfunk, wie er die alemannische Mundart, die Ausdrucksweise des hiesigen Volkes, niederhält sowie eine Auseinandersetzung mit dem grünen Demagogen Moßmann, der von der Badischen Zeitung und vom Südwestfunk das Forum geboten bekam. Der im 20. Jahrhundert wichtigste und beliebteste Dichter der Alemannen, besonders der Markgräfler, war Hermann Burte, er wurde medial geschlachtet und ich verteidigte ihn vielfach. Ein Höherpunkt der Kampagnen gegen ihn war die Sendung "DER BURTE", mit der der Südwestfunk eine gewaltige Bresche in die konservative Meinungslandschaft Südbadens schlug. Sehr ungut wirkt auch die linkslastige Wikipedia, sie fälscht und verdreht in politischen Dingen, dass sich die Balken biegen. Der Sturz von Ministerpräsident Filbinger und die Hatz auf ihn noch lange danach war ein Werk der Medien und beschenkte die linken und grünen Politiker, hier wurde die Axt an die Wurzeln der CDU gelegt. In meinen fast zwanzig Jahren als alemannischer Kolumnist in der Badischen Zeitung versuchte ich immer wieder, an den Rand des Sagbaren zu gehen, es war während der ganzen Zeit nicht möglich, offen Klartext zu reden. Mein Rauswurf aus dem Job war so gesehen geradezu eine Befreiung aus einer Zwangsjacke; danach konnte ich endlich offen und frei aufzeigen, wie das Blatt manipuliert. Es gibt jetzt ein öffentliches Erwachen. Heute fanden Protestdemonstrationen vor Funkhäusern statt, unter anderem in Köln und Baden-Baden. Daneben verweigern immer mehr Bürger den GEZ-Zwangsbeitrag, mit dem Manipulation und Propaganda bezahlt wird. |
2. Jänner 2020 GEZ: S längt jetz
So, jetz ischs
erledigt. Ändlig. Hit z Mittag han i d E-Boscht mit dr Kindigung vu dr
Iizugsermächtigung abgschickt. Fir diä Propaganda vum WDR, vum NDR un vu
allene andere zahl i kenni 210 Euro im Johr. Uf dr andere Sitte bin i e
Birger, wu horcht. Ich han ene gschriibe, ich zahls ab jetz in bar. Si
solle mer e Stell an miinem Wohnort nänne, wun i des ka iizahle. Worterklärungen: s längt - es reicht; hit z Mittag (ausgesprochen hidsmidaag, Betonung auf aa) - heute Nachmittag; wu horcht - der gehorcht; Soierei - Schweinerei; e Hüffe - ein Haufen, viele |