Das Opfinger Wörterbuch von Jürgen Sutter ist ab sofort erhältlich! Sie können das Buch  für 19,- € bei der Ortsverwaltung Opfingen, im Buchhandel und beim Autor beziehen: sutter.juergen@web.de .
 

Jürgen Sutter

geb. 1970 in Freiburg, aufgewachsen in Opfingen

Studium Diplom-Biologie an der Universität Freiburg

Nach beruflichen Aufenthalten in Heidelberg und Stuttgart arbeitete ich von 2004 bis 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich im Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften.

Nebenbei arbeite ich seit Ende des Studiums in den Bereichen Umweltbildung und Naturpädagogik.

Jürgen Sutter, alemannischer Autor

Jürgen Sutter 

Opfinger Wörterbuch

Ich habe ein Wörterbuch des südalemannischen Dialektes von Freiburg-Opfingen verfasst, das im Herbst 2008 im Schillinger-Verlag Freiburg erschienen ist. Das Wörterbuch ist in der Dieth-Schreibung verfasst, die der Züricher Germanist Eugen Dieth in den 1930er Jahren entwickelt hat.

Quellen des Wörterbuchs sind neben verschiedenen sprachwissenschaftlichen Veröffentlichungen meine eigenen in landwirtschaftlichen Verhältnissen erlernten Kenntnisse des Opfinger Dialektes sowie die Sprache von Verwandten, Bekannten und Freunden. Vor allem aber stand mir das Fragebuch zum Südwestdeutschen Sprachatlas zur Verfügung, in dem von Mitarbeitern des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Freiburg über 2000 Fragen zu allen Bereichen der Alltagssprache systematisch abgefragt wurden. In Opfingen wurden diese Befragungen in den Jahren 1975-77 durch Prof. Eugen Gabriel durchgeführt.

In den Jahren 2004 - 2006 habe ich Befragungen zum Dialekt in Opfingen gemacht, die von der Gesellschaft für bedrohte Sprachen Köln e. V. gefördert wurden. Informationen hierzu auf der Homepage der GBS: http://www.uni-koeln.de/gbs/WbOpfingen/Opfingen.htm

Als Beispiel hier einen Auszug der Wörter, die mit <ch> beginnen.

Weitere Informationen in der Badischen Zeitung vom 29. 2. 07

Für das Opfinger Wörterbuch erhielt ich im Juni 2007 den Förderpreis der Johann-Andreas-Schmeller-Gesellschaft e. V. Tirschenreuth.

Für meinen Text "S isch Chrieg" erhielt ich den 2. Preis Kategorie Prosa beim Gerhard-Jung-Wettbewerb 2003 "Junge Mundart".

Nebenbei schreibe ich Texte für die Alemannische Wikipedia und arbeite an Übersetzungen ins Alemannische, z. B. der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm .

Kostprobe:

D Schdäärndaaler

S isch emool e chlaai Maidli gsii, däm sin dr Vader ùn d Möeder gschdoorbe, ùn s isch esoo aarm gsii, as es ghe Chämerli me ghaa hed zùm din woone ùn ghe Bedli zùm din schloofe ùn ändli gaar nyd me ghaa hed wie d Chlaider am Lyyb ùn e Schdigli Brood, wùn em e midlyydig Häärz gschänggd ghaa hed. S isch aber göed ùn from gsii. Ùn wel s vù dr ganze Wäld verloo gsii isch, isch s im Verdröue ùf dr lieb God nus in s Fäld. No hed s e aarme Man drofe, wù gsaid hed: „Aa, gib mer ebis z äse, ich haan esoon e Hùnger.“ S hed em s ganz Schdigli Brood hiiglängd ùn hed gsaid: „God sol der s säägne“, ùn isch wyderschgange. No isch e Chind chùù ùn hed ghe Lyybli aaghaa ùn hed gfroore. No hed s em syys gee; ùn noo wyder hed ais ùm e Regli bäde, des hed s em au vù sich gee. Ändli isch s in e Wald chùù, ùn s isch scho dùnggel woore; do isch noo ais chùù ùn hed ùm e Hämli bäde, ùn s from Maidli hed dänggd: s isch dùnggli Naachd, no siid di niemes, dr chaasch wool dy Häm fùrdgee, ùn hed s Häm abzooge ùn hed s au no häärgee. Ùn wù s esoo gschdanden isch ùn gaar nyd me aaghaa hed, sin ùf aimool d Schdäärne vùm Himel ghèid ùn sin luder härdi, häli Daaler gsii - ùn drozdäm as es sy Hämli häärgee ghaa hed, hed s e nèis aaghaa, ùn des isch s alerfyynschd Lyynigs gsii. No hed s sich die Daaler yygsamled ùn isch syy Läbdig ryych gsii.

 E schene Grueß vum KAISERSTUEHL UN TUNIBÄRG
Ein schöner Gruß vom Kaiserstuhl und Tuniberg
www.noth.net